Was steckt wirklich in Kindersnacks? Ein Zutatenlisten-Check

Die Verpackung verspricht viel — die Zutatenliste verrät alles

"Mit echtem Obst!", "Ohne künstliche Aromen!", "Für Kinder empfohlen!" — die Vorderseite von Kindersnacks klingt immer gut. Aber was steht auf der Rückseite?

5 beliebte Kindersnacks unter der Lupe

1. Fruchtriegel (bekannte Marke)

Zutaten: Apfelpüreekonzentrat, Glukose-Fruktose-Sirup, Zucker, Gelatine, Zitronensäure, Aroma, Farbstoff...

Fazit: Trotz "Frucht" im Namen besteht der Riegel hauptsächlich aus Zucker und Sirup. 3 verschiedene Zuckerarten in einem Produkt.

2. Kinder-Müsliriegel

Zutaten: Haferflocken, Glukosesirup, Zucker, Palmöl, Honig, Magermilchpulver, Emulgator, Aroma...

Fazit: 12+ Zutaten, davon 3 Zuckerarten + Palmöl. Die Haferflocken sind fast schon Nebensache.

3. Fruchtquetschie

Zutaten: Apfelpüree, Erdbeerpüree, Bananenpüree, Zitronensaftkonzentrat

Fazit: Klingt gut — aber: püriertes Obst hat keine Ballaststoffe mehr. Der Fruchtzucker wirkt wie Limonade. Nicht vergleichbar mit ganzer Frucht.

4. "Gemüse"-Chips (Supermarkt)

Zutaten: Kartoffelstärke, Sonnenblumenöl, Rote-Bete-Pulver (4%), Zucker, Salz, Maltodextrin...

Fazit: 4% Gemüse, 96% Kartoffelchips mit Farbe. Reines Marketing.

5. Koala Krunch Fruchtchips (zum Vergleich)

Zutaten: Apfel, Ananas, Erdbeere.

Fazit: 3 Zutaten. Alles Obst. Fertig.

Worauf du achten solltest

  • Zuckerposition: Je weiter vorne Zucker steht, desto mehr ist drin
  • Zucker-Synonyme: Glukosesirup, Fruktose, Maltodextrin, Dextrose, Invertzucker — alles Zucker
  • Zutatenlänge: Mehr als 5 Zutaten bei einem Snack? Meistens unnötig
  • "Aroma": Kann natürlich oder künstlich sein — bedeutet aber immer: Der echte Geschmack reicht nicht

Die einfache Faustregel

Kauf Snacks, bei denen du jede Zutat einzeln im Supermarkt kaufen könntest. Apfel? Ja. Maltodextrin? Eher nicht.

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